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Zucker-Rechner: Wie viel Zucker am Tag ist okay?

Kurz gesagt: Die WHO empfiehlt, freien Zucker auf unter 10 Prozent der Kalorien zu begrenzen, besser unter 5 Prozent. Bei 2.000 kcal sind das höchstens 50 g Zucker am Tag, besser höchstens 25 g (etwa 8 Zuckerwürfel).

Berechne hier dein persönliches Zucker-Limit: Gib deinen Kalorienbedarf ein oder lass ihn kurz schätzen. Du bekommst beide WHO-Grenzwerte in Gramm, Zuckerwürfeln und Teelöffeln, kostenlos und ohne Anmeldung.

Wenn du hier einen Wert einträgst, rechnet der Rechner direkt damit. Deinen genauen Bedarf ermittelst du mit dem Kalorienbedarf-Rechner.

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Geschlecht

Alle Werte sind Orientierungswerte nach anerkannten Empfehlungen und keine medizinische oder diätetische Beratung. Bei Erkrankungen wie Diabetes, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Essstörungen gehört die Ernährung in ärztliche oder therapeutische Begleitung.

Vom Limit zur Umsetzung

Eine qualifizierte Ernährungsberatung zeigt dir, wo in deinem Alltag der meiste Zucker steckt und wie du ihn Schritt für Schritt reduzierst, ohne Verzichtsgefühl. Die Suche kostet nichts.

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So rechnet der Zucker-Rechner

Grundlage sind die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2015: Freier Zucker sollte weniger als 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen, das ist die starke Empfehlung. Zusätzlich spricht die WHO eine konditionale Empfehlung aus, den Anteil unter 5 Prozent zu senken, weil das zusätzliche Vorteile vor allem für die Zahngesundheit verspricht. Da 1 g Zucker rund 4 kcal liefert, ergibt sich dein Limit so: Kalorienbedarf mal 0,10 (bzw. 0,05), geteilt durch 4.

Kennst du deinen Kalorienbedarf nicht, schätzt der Rechner ihn aus Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht und Aktivität. Er nutzt dafür die Mifflin-St-Jeor-Formel:

  • Männer: 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter + 5
  • Frauen: 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter − 161

Das Ergebnis wird mit deinem Aktivitätsfaktor (PAL) multipliziert. Genauer und mit mehr Erklärung geht das im Kalorienbedarf-Rechner.

Dein Zucker-Limit nach Kalorienbedarf

KalorienbedarfWHO-Limit (10 %)Besseres Ziel (5 %)
1.600 kcalmax. 40 gmax. 20 g
1.800 kcalmax. 45 gmax. 22,5 g
2.000 kcalmax. 50 gmax. 25 g
2.200 kcalmax. 55 gmax. 27,5 g
2.500 kcalmax. 62,5 gmax. 31,3 g
3.000 kcalmax. 75 gmax. 37,5 g

Was zählt als freier Zucker und was nicht?

Diese Unterscheidung ist der Kern der WHO-Empfehlung. Freier Zucker umfasst alle Zuckerarten, die Hersteller oder du selbst Lebensmitteln und Getränken zusetzen, plus den Zucker, der natürlicherweise in Honig, Sirupen, Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten steckt.

Nicht dazu zählt der Zucker, der von Natur aus in ganzem Obst, Gemüse und Milch enthalten ist. Ein Apfel belastet dein Limit also nicht, ein Glas Apfelsaft dagegen voll. Der Unterschied: Im ganzen Obst kommt der Zucker im Verbund mit Ballaststoffen und Wasser, sättigt besser und geht langsamer ins Blut. Beim Pressen geht diese Struktur verloren.

Wie viel freier Zucker steckt drin?

Ein paar Richtwerte zeigen, wie schnell das Tageslimit erreicht ist:

LebensmittelFreier Zucker
1 Glas Cola (250 ml)ca. 26 bis 27 g
1 Glas Orangensaft (200 ml)ca. 18 g
1 Becher Fruchtjoghurt (150 g)ca. 12 bis 18 g, je nach Produkt
1 Riegel Milchschokolade (25 g)ca. 13 bis 14 g
1 EL Ketchup (20 g)ca. 4 bis 5 g

Die Werte sind Durchschnittsangaben und variieren je nach Produkt. Beim Fruchtjoghurt steckt neben zugesetztem Zucker auch Zucker aus der Fruchtzubereitung dahinter. Schon ein Glas Cola schöpft das strengere 25-g-Ziel damit komplett aus.

Wo Deutschland steht

Auch für Deutschland gibt es eine offizielle Orientierung: Das gemeinsame Konsensuspapier der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG) und der Deutschen Diabetes Gesellschaft empfiehlt ebenfalls, freien Zucker auf maximal 10 Prozent der Energiezufuhr zu begrenzen. Die tatsächliche Aufnahme liegt in Deutschland im Durchschnitt darüber, bei Jüngeren besonders deutlich. Das ist kein Grund für schlechtes Gewissen, sondern ein guter Anlass, den eigenen Konsum einmal grob einzuordnen. Süßes muss nicht verschwinden, es hilft schon, die größten Zuckerquellen wie gesüßte Getränke zu kennen und öfter zu ersetzen.

Zuckerärmer kochen fällt leichter mit passenden Ideen: In unseren gesunden Rezepten findest du Gerichte, die ohne viel zugesetzten Zucker auskommen. Und wenn du dir professionelle Unterstützung wünschst, lohnt ein Blick darauf, was eine Ernährungsberatung kostet, oft übernimmt die Krankenkasse einen Teil.

Häufige Fragen zum Zucker am Tag

Wie viel Zucker am Tag ist gesund?

Die WHO empfiehlt, freien Zucker auf unter 10 Prozent der täglichen Kalorien zu begrenzen, besser auf unter 5 Prozent. Bei einem Bedarf von 2.000 kcal sind das höchstens 50 g am Tag, besser höchstens 25 g. Dein persönliches Limit hängt also von deinem Kalorienbedarf ab, genau das rechnet dieser Rechner für dich aus.

Zählt Zucker aus Obst mit?

Nein. Der Zucker, der natürlicherweise in ganzem Obst, Gemüse und Milch steckt, zählt nicht zum freien Zucker. Er kommt im Verbund mit Ballaststoffen, Wasser und Nährstoffen und wird langsamer aufgenommen. Anders sieht es aus, sobald Obst zu Saft gepresst wird: Der Zucker in Fruchtsäften und Fruchtsaftkonzentraten gilt als freier Zucker und zählt voll mit.

Wie viel Zucker hat ein Zuckerwürfel?

Ein Zuckerwürfel wiegt rund 3 g, ein gestrichener Teelöffel Zucker etwa 4 g. Die 25 g der strengeren WHO-Empfehlung entsprechen damit etwa 8 Zuckerwürfeln oder gut 6 Teelöffeln am Tag.

Sind Honig und Agavendicksaft besser als Zucker?

Für die Zuckerbilanz nicht. Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup und andere Sirupe bestehen überwiegend aus Zucker und zählen nach WHO-Definition ebenfalls zum freien Zucker. Sie liefern zwar Spuren anderer Stoffe, an deinem Tageslimit ändern sie nichts.

Wie erkenne ich Zucker in der Zutatenliste?

Zucker versteckt sich hinter vielen Namen. Achte auf Endungen mit -ose (Glukose, Fruktose, Saccharose, Dextrose, Maltose, Laktose), auf alles mit Sirup (etwa Glukose-Fruktose-Sirup), auf Dicksaft, Honig, Maltodextrin und Fruchtsaftkonzentrat. Je weiter vorn ein solcher Begriff in der Zutatenliste steht, desto mehr davon steckt im Produkt. Die Nährwerttabelle zeigt dir unter Kohlenhydrate, davon Zucker die Gesamtmenge pro 100 g.

Was passiert, wenn ich dauerhaft mehr Zucker esse?

Die WHO begründet ihre Empfehlung vor allem mit zwei Punkten: Freier Zucker erhöht das Kariesrisiko, und er liefert viel Energie ohne sättigende Nährstoffe, was auf Dauer eine unerwünschte Gewichtszunahme begünstigen kann. Einzelne zuckerreiche Tage sind kein Problem. Es geht um die Richtung über Wochen und Monate, nicht um Perfektion an jedem einzelnen Tag.

Gilt die Empfehlung auch für Kinder?

Ja. Die WHO-Empfehlung gilt für Erwachsene und Kinder gleichermaßen, jeweils bezogen auf den eigenen Kalorienbedarf. Weil Kinder weniger Kalorien brauchen, fällt ihr Zucker-Limit in Gramm entsprechend niedriger aus. Ein Kind mit einem Bedarf von 1.600 kcal liegt bei höchstens 40 g, besser höchstens 20 g am Tag.

Quellen

  • WHO: Guideline: Sugars intake for adults and children. Genf 2015. Online: iris.who.int/handle/10665/149782
  • DGE, DAG, DDG: Konsensuspapier Quantitative Empfehlung zur Zuckerzufuhr in Deutschland. Bonn 2018. Online: dge.de
  • Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Materialien zu Zucker und versteckten Zuckern in Lebensmitteln. Online: bzfe.de