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Grundumsatz berechnen: dein Kalorienverbrauch in Ruhe

Kurz gesagt: Der Grundumsatz (BMR) ist die Energie, die dein Körper in völliger Ruhe verbraucht. Eine Frau mit 68 kg und 1,68 m liegt je nach Alter bei etwa 1.250 bis 1.450 kcal pro Tag, ein Mann mit 80 kg und 1,80 m bei etwa 1.600 bis 1.800 kcal.

Berechne deinen Grundumsatz nach Mifflin-St-Jeor, mit Harris-Benedict als Vergleichswert. Kostenlos, ohne Anmeldung, gerechnet direkt in deinem Browser.

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Alle Werte sind Schätzungen nach anerkannten Formeln und keine medizinische oder diätetische Beratung. Bei Erkrankungen, Schwangerschaft oder Essstörungen gehört die Energiezufuhr in ärztliche oder therapeutische Begleitung.

Dein nächster Schritt

Vom Rechenwert zum Alltag

Eine qualifizierte Ernährungsberatung übersetzt deinen Grundumsatz in einen Essalltag, der zu dir passt, vor Ort oder online. Gib PLZ oder Ort ein, dann siehst du, wer in der Umgebung arbeitet. Die Suche kostet nichts.

Gelistet heißt: aus öffentlichen Quellen übernommen, mit Quellenangabe auf der Eintragsseite. Die Qualifikation ist damit nicht geprüft. Geprüft ist nur, wessen Nachweis wir gesehen haben, diese Profile tragen unser Siegel. Entfernungen sind Luftlinie zur hinterlegten Koordinate (Haversine, Erdradius 6.371 km), keine Fahrstrecke. Deine Eingaben aus dem Rechner bleiben im Browser. An die Suche gehen allein der Ort, den du eintippst, und das gewählte Thema.

Was ist der Grundumsatz?

Der Grundumsatz (englisch Basal Metabolic Rate, BMR) ist die Kalorienmenge, die dein Körper in völliger Ruhe verbraucht: für Atmung, Herzschlag, Gehirn, Organe und das Halten der Körpertemperatur. Er macht bei den meisten Menschen den größten Teil des täglichen Energieverbrauchs aus, oft 60 bis 70 Prozent.

So rechnet der Grundumsatz-Rechner

Als Hauptwert nutzt der Rechner die Mifflin-St-Jeor-Formel (1990), die in Vergleichsstudien bei gesunden Erwachsenen am genauesten abschneidet:

  • Männer: 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter + 5
  • Frauen: 10 × Gewicht (kg) + 6,25 × Größe (cm) − 5 × Alter − 161

Als zweiten Wert zeigt der Rechner die revidierte Harris-Benedict-Formel (Roza und Shizgal, 1984). Sie liegt bei gesunden Erwachsenen meist wenige Prozent neben Mifflin-St-Jeor. Beide Gleichungen im Wortlaut, dazu das Original von 1919 und ein Vergleich der Ergebnisse, findest du auf der Seite zur Harris-Benedict-Formel.

Kennst du deinen Körperfettanteil, rechnet der Rechner zusätzlich mit der Katch-McArdle-Formel: 370 + 21,6 × Magermasse (kg). Weil sie mit der fettfreien Masse arbeitet, trifft sie bei sehr muskulösen und sehr schlanken Menschen oft besser. Den Anteil schätzt du mit dem Körperfettanteil-Rechner.

Grundumsatz-Beispiele nach Mifflin-St-Jeor

PersonBeispielwerteAlterGrundumsatz
Frau1,68 m, 68 kg25 Jahre1.444 kcal/Tag
Frau1,68 m, 68 kg45 Jahre1.344 kcal/Tag
Frau1,68 m, 68 kg65 Jahre1.244 kcal/Tag
Mann1,80 m, 80 kg25 Jahre1.805 kcal/Tag
Mann1,80 m, 80 kg45 Jahre1.705 kcal/Tag
Mann1,80 m, 80 kg65 Jahre1.605 kcal/Tag

Wovon hängt der Grundumsatz ab?

Die größten Hebel sind Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht, genau die Werte in den Formeln. Dahinter steht die Muskelmasse: Muskeln verbrauchen auch in Ruhe deutlich mehr Energie als Fettgewebe. Deshalb liegen muskulöse Menschen bei gleichem Gewicht höher, und deshalb sinkt der Grundumsatz mit dem Alter, sobald Muskelmasse verloren geht. Krafttraining und genug Eiweiß wirken dagegen. Wie viel Eiweiß zu dir passt, zeigt der Protein-Rechner.

Grundumsatz oder Gesamtumsatz?

Der Grundumsatz beschreibt nur die Ruhe. Sobald du aufstehst, arbeitest oder Sport machst, kommt der Leistungsumsatz dazu. Beides zusammen ergibt den Gesamtumsatz, die maßgebliche Größe für die Frage, wie viel du essen solltest. Den berechnest du mit dem Kalorienrechner, der deinen Grundumsatz mit deinem Aktivitätsfaktor multipliziert.

Ist ein Grundumsatz von 1300 kcal ausreichend?

Als Rechenwert ist die Zahl plausibel: Eine Frau mit 63 kg, 1,65 m und 40 Jahren kommt nach Mifflin-St-Jeor auf rund 1.300 kcal. Gemeint ist damit ausschließlich der Verbrauch in Ruhe. Als Tagesration reicht dieser Wert bei den wenigsten Menschen, weil Alltag, Arbeit und Bewegung dazukommen. Schon mit einem Aktivitätsfaktor von 1,4 liegt derselbe Fall bei etwa 1.820 kcal Gesamtumsatz.

Sind 1500 Kalorien am Tag zu wenig?

Das entscheidet dein Gesamtumsatz. Liegt er bei 1.900 kcal, sind 1.500 kcal ein Defizit von 400 kcal, also im moderaten Bereich von 300 bis 500 kcal. Liegt er bei 2.600 kcal, fehlen dir gut 1.100 kcal am Tag, und die Versorgung mit Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen wird knapp. Rechne deinen eigenen Wert im Kalorienrechner aus, bevor du dich auf eine feste Zahl festlegst.

Was passiert, wenn ich nur meinen Grundumsatz esse?

In den ersten Wochen nimmst du ab, weil Alltag und Bewegung zusätzlich Energie kosten. Hält der Zustand über Monate an, reagiert der Körper mit Sparprogrammen: Er reduziert spontane Alltagsbewegung, baut neben Fett auch Muskelmasse ab und senkt damit seinen Verbrauch weiter. Die Abnahme stockt, obwohl du wenig isst, und es wird schwer, genug Eiweiß, Vitamine und Mineralstoffe unterzubringen. Deshalb dient der Grundumsatz als untere Leitplanke, während der Zielkorridor zum Abnehmen 300 bis 500 kcal unter dem Gesamtumsatz liegt.

Häufige Fragen zum Grundumsatz

Wie hoch ist ein normaler Grundumsatz?

Das hängt vor allem von Gewicht, Größe, Alter und Geschlecht ab. Eine Frau mit 68 kg und 1,68 m liegt nach Mifflin-St-Jeor je nach Alter bei etwa 1.250 bis 1.450 kcal pro Tag, ein Mann mit 80 kg und 1,80 m bei etwa 1.600 bis 1.800 kcal. Größere, schwerere und muskulösere Menschen liegen darüber, kleinere und ältere darunter.

Grundumsatz oder Gesamtumsatz, was zählt beim Abnehmen?

Der Gesamtumsatz. Er umfasst neben dem Grundumsatz auch die Energie für Bewegung, Arbeit und Sport und ist damit der Referenzpunkt für dein Kaloriendefizit. Der Grundumsatz dient eher als untere Leitplanke: Dauerhaft weniger zu essen, als dein Körper in völliger Ruhe verbraucht, ist keine sinnvolle Strategie.

Warum ist mein Grundumsatz so niedrig?

Meist liegt es an den Eingangsdaten: Mit geringerem Gewicht, kleinerer Körpergröße und höherem Alter sinkt der rechnerische Grundumsatz. Auch wenig Muskelmasse senkt den Ruheverbrauch, denn Muskeln verbrauchen auch in Ruhe Energie. Zusätzlich passt sich der Körper an lange, strenge Diäten an und fährt seinen Verbrauch etwas herunter.

Erhöht Muskelaufbau den Grundumsatz?

Ja. Muskelgewebe verbraucht auch in Ruhe Energie, deutlich mehr als Fettgewebe. Wer über Monate Muskeln aufbaut, hebt damit seinen Grundumsatz an. Der Effekt pro Kilo Muskelmasse ist überschaubar, in Summe mit dem Training selbst macht Krafttraining aber einen spürbaren Unterschied für die Energiebilanz.

Welche Formel ist am genauesten?

In Vergleichsstudien schneidet die Mifflin-St-Jeor-Formel von 1990 bei gesunden Erwachsenen am besten ab, deshalb ist sie hier der Hauptwert. Die revidierte Harris-Benedict-Formel liefert eine zweite Einordnung. Wenn du deinen Körperfettanteil kennst, kann die Katch-McArdle-Formel genauer sein, weil sie mit der fettfreien Masse rechnet.

Kann ich meinen Grundumsatz messen lassen?

Ja, mit einer indirekten Kalorimetrie: Über eine Atemmaske wird gemessen, wie viel Sauerstoff du verbrauchst und wie viel Kohlendioxid du abgibst. Solche Messungen bieten manche Praxen, Leistungsdiagnostik-Zentren und Ernährungsberatungen an. Für den Alltag reicht die Formel-Schätzung meist aus.

Quellen

  • Mifflin MD, St Jeor ST et al.: A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals. American Journal of Clinical Nutrition 1990; 51(2): 241-247. PubMed 2305711
  • Roza AM, Shizgal HM: The Harris Benedict equation reevaluated: resting energy requirements and the body cell mass. American Journal of Clinical Nutrition 1984; 40(1): 168-182. PubMed 6741850
  • Frankenfield D, Roth-Yousey L, Compher C: Comparison of predictive equations for resting metabolic rate in healthy nonobese and obese adults. Journal of the American Dietetic Association 2005; 105(5): 775-789.
  • Katch FI, McArdle WD: Nutrition, Weight Control, and Exercise. Lea & Febiger, Philadelphia (Katch-McArdle-Formel auf Basis der fettfreien Masse).