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FFMI-Rechner: fettfreie Masse und Fat Free Mass Index berechnen

Kurz gesagt: Der FFMI ist die fettfreie Masse geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. 80 kg bei 15 % Körperfett ergeben 68 kg fettfreie Masse, bei 1,80 m sind das 21,0 kg/m². Die Normalisierung auf 1,80 m stammt aus der Arbeit von Kouri und Kolleginnen und Kollegen (1995).

Aus drei Angaben bekommst du hier alle drei Werte auf einmal: deine fettfreie Masse in Kilogramm, den rohen FFMI und den normalisierten FFMI. Gerechnet wird direkt in deinem Browser, ohne Anmeldung.

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Du kennst deinen Körperfettanteil nicht? Der Körperfettanteil-Rechner schätzt ihn aus Hals-, Bauch- und (bei Frauen) Hüftumfang nach der US-Navy-Methode. Ein Maßband reicht.

Alle drei Werte sind Rechengrößen aus deinen Angaben und keine Messung deiner Körperzusammensetzung. Der Körperfettanteil ist bei jedem alltagstauglichen Verfahren eine Schätzung, und sein Fehler geht ungebremst in den FFMI ein. Die Bezugswerte auf dieser Seite stammen aus Untersuchungen an Gruppen (Kyle et al. 2003, Schutz et al. 2002, Kouri et al. 1995, Harty et al. 2019) und streuen bei einzelnen Menschen deutlich, unter anderem nach Alter, Trainingszustand und Körperbau. Der FFMI ist keine Diagnose und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Einschätzung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, sie werden weder gespeichert noch übertragen.

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Gelistet heißt: aus öffentlichen Quellen übernommen, mit Quellenangabe auf der Eintragsseite. Die Qualifikation ist damit nicht geprüft. Geprüft ist nur, wessen Nachweis wir gesehen haben, diese Profile tragen unser Siegel. Entfernungen sind Luftlinie zur hinterlegten Koordinate (Haversine, Erdradius 6.371 km), keine Fahrstrecke. Deine Eingaben aus dem Rechner bleiben im Browser. An die Suche gehen allein der Ort, den du eintippst, und das gewählte Thema.

Die drei Rechenschritte

  1. Fettfreie Masse (FFM): Gewicht in kg mal (1 minus Körperfettanteil geteilt durch 100)
  2. FFMI: fettfreie Masse in kg geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat
  3. Normalisierter FFMI: FFMI plus 6,1 mal (1,80 minus Körpergröße in Metern)

Ein Durchgang von Hand: 80 kg Gewicht, 15 % Körperfett, 1,80 m Größe. Die fettfreie Masse beträgt 80 mal 0,85, also 68 kg. Geteilt durch 1,80 mal 1,80 (3,24) ergibt das einen FFMI von 20,99, gerundet 21,0. Bei genau 1,80 m ändert die Normalisierung nichts, weil der Klammerausdruck null wird. Bei 1,90 m Größe und denselben 68 kg fettfreier Masse liegt der rohe FFMI bei 18,8 und der normalisierte bei 18,2.

Die fettfreie Masse ist mehr als Muskulatur. Sie enthält Knochen, Organe, Bindegewebe und das Wasser darin. Ein FFMI, der über Wochen steigt, kann deshalb auch von eingelagertem Wasser kommen, nicht nur von zusätzlichem Muskelgewebe.

Was der Körperfettanteil im Ergebnis bewegt

Weil die fettfreie Masse aus dem Körperfettanteil abgeleitet wird, bestimmt dessen Genauigkeit die Genauigkeit des FFMI. Die Tabelle rechnet dasselbe Gewicht von 80 kg bei 1,80 m mit fünf verschiedenen Körperfettanteilen durch:

KörperfettanteilFettfreie MasseFFMI bei 1,80 m
10 %72,0 kg22,2
15 %68,0 kg21,0
20 %64,0 kg19,8
25 %60,0 kg18,5
30 %56,0 kg17,3

Fünf Prozentpunkte Unterschied im Körperfettanteil verschieben den FFMI um gut 1,2 Punkte. Wenn du deinen Verlauf verfolgen willst, nimm für jede Messung dasselbe Verfahren, dieselbe Tageszeit und denselben Zustand (nüchtern, vor dem Training). Der Vergleich zwischen zwei Verfahren sagt mehr über die Verfahren als über dich.

Woher die Normalisierung kommt

Der rohe FFMI teilt durch das Quadrat der Körpergröße. Größere Menschen bekommen dadurch bei gleicher fettfreier Masse einen kleineren Wert. Kouri, Pope, Katz und Oliva haben 1995 im Clinical Journal of Sport Medicine einen linearen Ausgleich auf die Größe von 1,80 m eingeführt. Was das ausmacht, zeigt die Tabelle für eine gleichbleibende fettfreie Masse von 68 kg:

KörpergrößeFFMI rohFFMI normalisiert
1,70 m23,524,1
1,75 m22,222,5
1,80 m21,021,0
1,85 m19,919,6
1,90 m18,818,2

Ein Detail, über das viele Rechner hinweggehen: Die Kurzfassung der Arbeit bei PubMed nennt als Faktor 6,3, während spätere Arbeiten, die mit derselben Gleichung weiterrechnen, 6,1 angeben (so Trexler et al. 2017 ausdrücklich). Diese Seite rechnet mit 6,1. Der Unterschied bleibt klein: Bei 1,90 m Körpergröße trennen beide Fassungen 0,02 Punkte, bei 1,60 m sind es 0,04.

Einordnung für Frauen und Männer

Die Zeilen der Tabelle stammen aus verschiedenen Untersuchungen und beziehen sich auf verschiedene Gruppen. Die ersten vier Zeilen beschreiben den rohen FFMI aus einer Schweizer Bevölkerungsstichprobe, die letzte Zeile den höhenangepassten Wert aus Sportlerstichproben. Alle Angaben in kg/m²:

BezugMännerFrauen
unter der Spanne bei normalem BMIunter 16,7unter 14,6
Spanne bei normalem BMI (Kyle et al. 2003)16,7 bis 19,814,6 bis 16,8
Mittelwert 18 bis 34 Jahre (Schutz et al. 2002)18,915,4
über der Spanne bei normalem BMIüber 19,8über 16,8
obere Grenze aus Sportlerstichproben25,0 (Kouri et al. 1995)23,9 (Harty et al. 2019)

Die Spannen bei normalem BMI hat die Arbeitsgruppe um Ursula Kyle 2003 an 2.986 Männern und 2.649 Frauen aus der Schweiz per Bioimpedanz bestimmt. Dieselbe Stichprobe liefert die Mittelwerte für 18 bis 34 Jahre bei Schutz und Kolleginnen und Kollegen (2002). Wer regelmäßig Krafttraining macht, liegt planmäßig über diesen Spannen, ohne dass daran etwas ungewöhnlich wäre: Harty et al. (2019) fanden an 372 Hochschulathletinnen einen Mittelwert von 18,8, also oberhalb der Bevölkerungsspanne für Frauen.

Was der Wert 25 aussagt und was nicht

In der Fachliteratur wird der normalisierte FFMI seit 1995 auch als grober Anhaltspunkt für den Gebrauch anaboler Substanzen diskutiert. Kouri et al. berechneten ihn für 157 männliche Athleten, darunter 83 mit und 74 ohne Anabolikagebrauch. Bei den 74 Teilnehmern ohne Gebrauch reichten die Werte bis 25,0 und nicht darüber, bei den Anwendern lagen viele darüber und einzelne über 30. Zwanzig geschätzte Werte von Mr.-America-Siegern aus den Jahren 1939 bis 1959 ergaben im Mittel 25,4. Die Autoren nennen ihre Befunde selbst vorläufig.

Für die Einordnung eines einzelnen Menschen taugt die Zahl deshalb wenig. Trexler und Kolleginnen und Kollegen haben 2017 an 235 College-Footballspielern nachgerechnet: 26,4 % von ihnen lagen über 25,0, das 97,5. Perzentil betrug 28,1 und der Höchstwert 31,7. Die Stichprobe von 1995 war klein, männlich, im Körperfettanteil sehr einheitlich und stammt aus dem Fitnessstudio-Umfeld einer einzigen Region. Ein Wert oberhalb von 25 sagt über eine bestimmte Person nichts aus, und ein Wert darunter belegt ebenso wenig das Gegenteil.

Wofür der FFMI im Alltag taugt

Am nützlichsten ist er als Verlaufsgröße für dich selbst. Wenn du abnimmst, zeigt der Vergleich von Gewicht und FFMI, ob die fettfreie Masse mitgeht oder stehen bleibt. Wenn du aufbaust, macht er sichtbar, ob das Plus auf der Waage in der fettfreien Masse landet. Für Vergleiche zwischen Menschen ist er schwächer, weil Körperfettanteil, Wasserhaushalt und Messverfahren mit hineinspielen. Für die Einordnung von Gewicht und Größe gibt es den BMI-Rechner, für die Verteilung am Rumpf den Taille-Hüfte-Rechner und für die Eiweißmenge, die zu deiner fettfreien Masse passt, den Protein-Rechner.

Häufige Fragen zum FFMI

Wie berechne ich den FFMI?

In drei Schritten. Erstens die fettfreie Masse: Gewicht mal (1 minus Körperfettanteil geteilt durch 100). Zweitens den FFMI: fettfreie Masse geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Drittens die Normalisierung auf 1,80 m: FFMI plus 6,1 mal (1,80 minus Körpergröße in Metern). Beispiel: 80 kg, 15 % Körperfett, 1,80 m ergibt 68 kg fettfreie Masse und einen FFMI von 21,0.

Was ist die fettfreie Masse?

Alles am Körper außer dem Fettgewebe: Muskulatur, Knochen, Organe, Bindegewebe und das Wasser darin. Sie ist nicht dasselbe wie Muskelmasse, sondern enthält sie. Wer 80 kg wiegt und 15 % Körperfett hat, trägt 12 kg Fett und 68 kg fettfreie Masse.

Wozu die Normalisierung auf 1,80 Meter?

Weil der rohe FFMI größere Menschen benachteiligt. Bei gleicher fettfreier Masse fällt der Wert mit steigender Körpergröße, weil die Größe quadratisch in den Nenner geht. Kouri und Kolleginnen und Kollegen haben deshalb 1995 einen linearen Ausgleich auf die Größe eines 1,80 m großen Mannes vorgeschlagen: plus 6,1 mal (1,80 minus Körpergröße in Metern).

Welcher FFMI-Wert ist normal?

Kyle und Kolleginnen und Kollegen haben 2003 an 2.986 Männern und 2.649 Frauen die Spannen bei normalem BMI bestimmt: 16,7 bis 19,8 kg/m² für Männer und 14,6 bis 16,8 kg/m² für Frauen. Diese Zahlen stammen aus einer Schweizer Bevölkerungsstichprobe, nicht aus dem Kraftsport, und beschreiben Gruppen statt einzelner Menschen.

Warum liegt bei Männern die Grenze bei 25?

Kouri et al. haben 1995 den normalisierten FFMI von 157 männlichen Athleten berechnet. Bei den 74 Teilnehmern ohne Anabolikagebrauch reichten die Werte bis 25,0 und nicht darüber. Spätere Arbeiten an anderen Gruppen kommen höher heraus: Trexler et al. maßen 2017 an 235 College-Footballspielern ein 97,5. Perzentil von 28,1 und einen Höchstwert von 31,7. Die 25,0 sind damit eine Zahl aus einer bestimmten Stichprobe von 1995 und keine Naturkonstante.

Gilt der FFMI auch für Frauen?

Die Rechnung gilt, die Grenzwerte der Männer nicht. Kouris Stichprobe bestand nur aus Männern. Für Frauen liefert die Arbeit von Harty et al. (2019) einen Bezugspunkt: An 372 Hochschulathletinnen lag der Mittelwert bei 18,8 kg/m² und das 97,5. Perzentil bei 23,9 kg/m².

Wie genau ist das Ergebnis?

So genau wie dein Körperfettanteil. Der ist bei allen alltagstauglichen Verfahren eine Schätzung. Zwei Prozentpunkte Abweichung im Körperfettanteil verschieben den FFMI bei 80 kg und 1,80 m um rund 0,5 Punkte. Miss deshalb immer mit demselben Verfahren, wenn du Werte über die Zeit vergleichen willst.

Was ist der Unterschied zum BMI?

Der BMI teilt das gesamte Gewicht durch die Körpergröße im Quadrat und unterscheidet nicht, woraus das Gewicht besteht. Der FFMI nimmt nur die fettfreie Masse in denselben Nenner. Zwei Menschen mit identischem BMI können deshalb einen FFMI weit auseinander haben, je nach Körperfettanteil.

Quellen

  • Kouri EM, Pope HG Jr, Katz DL, Oliva P: Fat-free mass index in users and nonusers of anabolic-androgenic steroids. Clinical Journal of Sport Medicine 1995; 5(4): 223-228 (157 männliche Athleten, 83 mit und 74 ohne Anabolikagebrauch; Obergrenze 25,0 bei den Nichtanwendern; Mittelwert 25,4 bei 20 Mr.-America-Siegern der Jahre 1939 bis 1959; Normalisierung auf 1,80 m). doi:10.1097/00042752-199510000-00003, PubMed 7496846
  • Trexler ET, Smith-Ryan AE, Blue MNM et al.: Fat-Free Mass Index in NCAA Division I and II Collegiate American Football Players. Journal of Strength and Conditioning Research 2017; 31(10): 2719-2727 (235 Spieler, 26,4 % über einem FFMI von 25, 97,5. Perzentil 28,1, Höchstwert 31,7; Angabe des Faktors 6,1 in der Gleichung von Kouri et al.). doi:10.1519/JSC.0000000000001737, PubMed 27930454
  • Kyle UG, Schutz Y, Dupertuis YM, Pichard C: Body composition interpretation. Contributions of the fat-free mass index and the body fat mass index. Nutrition 2003; 19(7-8): 597-604 (FFMI bei normalem BMI: 16,7 bis 19,8 kg/m² für Männer, 14,6 bis 16,8 kg/m² für Frauen; 2.986 Männer und 2.649 Frauen). PubMed 12831945
  • Schutz Y, Kyle UUG, Pichard C: Fat-free mass index and fat mass index percentiles in Caucasians aged 18-98 y. International Journal of Obesity 2002; 26(7): 953-960 (Median des FFMI im Alter von 18 bis 34 Jahren: 18,9 kg/m² bei Männern, 15,4 kg/m² bei Frauen; 5.635 Erwachsene in der Schweiz). PubMed 12080449
  • Harty PS, Zabriskie HA, Stecker RA et al.: Upper and lower thresholds of fat-free mass index in a large cohort of female collegiate athletes. Journal of Sports Sciences 2019; 37(20): 2381-2388 (372 Hochschulathletinnen, Mittelwert 18,82 kg/m², 97,5. Perzentil 23,90 kg/m²). PubMed 31238804