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Quellen und Belege

Ein Beleg gehört an den Beitrag, mit Titel, Link und Jahr oder Abrufdatum. Viele unserer Beiträge haben das noch nicht, wir tragen die Quellen nach. Diese Seite sagt dir, welche Quellen wir dafür verwenden, welche nicht und was wir tun, wenn sich die Fachwelt uneinig ist.

Welche Quellen zählen

Als Beleg zählen Stellen, die ihre Methodik offenlegen und die du selbst nachschlagen kannst. In der Praxis sind das vor allem:

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), besonders die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, die lebensmittelbezogenen Empfehlungen und die Positionspapiere.
  • Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für Verbraucherinformation und Risikobewertungen.
  • Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und das EU-Register der zugelassenen Angaben für alles, was auf EU-Ebene bewertet wurde.
  • Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM), dazu die WHO, wenn es um internationale Einordnung geht.
  • Arbeiten aus begutachteten Fachzeitschriften, bevorzugt systematische Übersichten und Metaanalysen statt einzelner Studien.
  • Amtliche Datensammlungen wie der Bundeslebensmittelschlüssel sowie Gesetzes- und Verordnungstexte im Originalwortlaut, etwa zur Kostenübernahme durch Krankenkassen.

Gibt es zu einem Thema eine deutsche Leitlinie oder eine offizielle Empfehlung, ist sie unser Ausgangspunkt. Internationale Quellen ergänzen sie, ersetzen sie aber nicht, weil Empfehlungen von Land zu Land abweichen.

Rezepte, Lebensmittel und Rechner

Nicht alles auf dieser Plattform ist ein Magazin-Beitrag, und nicht alles beruht auf derselben Grundlage.

  • Rezepte: Die Nährwerte je Portion sind Schätzungen aus Zutaten und Mengen. Sie sind nicht im Labor gemessen und stehen deshalb am Rezept als Schätzung.
  • Lebensmittelseiten: Die Nährwerte je 100 Gramm stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS) des Max Rubner-Instituts und sind Durchschnittswerte.
  • Rechner: Jeder Rechner nennt auf seiner Seite die Rechengrundlage (Formel oder Referenzwerte) und die Quellen. Das Ergebnis ist eine Schätzung, kein Befund.

Was nicht als Beleg durchgeht

Manches ist interessant und trotzdem kein Beleg. Diese Quellen tauchen bei uns höchstens als Beispiel auf, und dann klar als das gekennzeichnet, was sie sind:

  • Hersteller- und Werbematerial, Produktseiten, Studien im Auftrag eines Anbieters ohne unabhängige Bestätigung.
  • Einzelfall-Erfahrungen nach dem Muster „bei mir hat das funktioniert“, egal wie überzeugend sie klingen.
  • Social-Media-Trends und virale Tipps, hinter denen keine benennbare Quelle steht.
  • Andere Ratgeberseiten, die selbst keine Quelle nennen. Wir suchen dann das Original oder lassen die Aussage weg.
  • Ergebnisse aus KI-Werkzeugen. Sie helfen beim Sortieren, ersetzen aber keinen Beleg. Was nicht am Original nachgeprüft ist, gilt bei uns nicht als belegt.

Ein Sonderfall sind Zeitungsartikel über Studien. Sie sind ein Hinweis, kein Nachweis. Wenn wir die zugrunde liegende Arbeit nicht finden oder nicht einsehen können, verwenden wir die Zahl nicht.

Wie eine Quelle im Beitrag auftaucht

Belege stehen in einer Quellenliste am Ende des Beitrags, mit Link, soweit die Quelle öffentlich abrufbar ist. Wo es beim Lesen hilft, nennen wir Institution und Jahr auch im Fließtext. Hat ein Beitrag keine Quellenliste, ist er noch nicht belegt; wir tragen sie nach.

Kommt eine Einordnung von einer Person statt aus einem Dokument, machen wir das sichtbar. Fachliche Zitate stammen von Mitgliedern unseres Verzeichnisses, deren Qualifikationsnachweis wir gesichtet haben, und erscheinen mit Name, Qualifikation und Link zum Profil.

Diese Trennung ist Absicht. Auswahl, Struktur, Redaktion und Technik verantworten Arno Hoffrichter und Florian Wessling. Eine fachliche Prüfung durch eine Fachkraft aus dem Verzeichnis gibt es nur dort, wo sie mit Name und Datum am Beitrag steht.

Warum eine Quelle ein Datum braucht

Empfehlungen zur Ernährung ändern sich. Die DGE hat ihre Referenzwerte in den vergangenen Jahren mehrfach angepasst, Bewertungen einzelner Stoffe werden neu geprüft, und was Krankenkassen bezuschussen, hängt an der jeweiligen Gesetzeslage. Ein Beleg von 2011 kann heute überholt sein, ohne dass man ihm das ansieht.

Deshalb gehört zu einer Quelle das Jahr oder das Abrufdatum. In einigen Beiträgen steht bisher nur der Link; wir tragen die Angaben nach. Am Beitrag steht, wann er veröffentlicht und wann er zuletzt geändert wurde. Ein Änderungsdatum heißt nicht, dass der ganze Text neu geprüft wurde; eine fachliche Prüfung steht gesondert mit Datum am Beitrag. Wenn wir einen Text inhaltlich aktualisieren, ändern wir das Datum und die betroffene Stelle, statt leise umzuschreiben.

Wir gehen die Beiträge in Abständen erneut durch und beginnen mit denen, die in der Google-Suche am häufigsten gefunden werden. Das heißt nicht, dass jeder Text jederzeit den aktuellen Stand abbildet. Wenn dir eine veraltete Angabe auffällt, sag uns Bescheid.

Wenn Studien sich widersprechen

Bei vielen Ernährungsfragen gibt es keine klare Antwort. Studien kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen, weil sie unterschiedlich gebaut sind: andere Teilnehmergruppen, andere Laufzeit, andere Messgrößen. Wir tun dann nicht so, als wäre die Sache entschieden.

Unser Vorgehen: Wir schreiben hin, dass die Lage uneinheitlich ist, benennen die verschiedenen Positionen und sagen dazu, worauf sich die offiziellen Empfehlungen in Deutschland derzeit stützen. Ist eine Zahl umstritten, nennen wir die Spanne statt eines einzelnen Werts. Wo die Datenlage dünn ist, steht das im Text.

Reicht eine Frage in den Bereich einer Erkrankung, ordnen wir sie nur ein und verweisen auf die Ärztin, den Arzt oder eine qualifizierte Ernährungsfachkraft. Fünf Beiträge zu Krankheitsthemen sind noch nicht fachlich geprüft und stehen bis dahin nicht im Suchindex. Das Magazin informiert, es ersetzt keine Beratung und keine Behandlung.

Kontakt

Fehlt eine Quelle, wirkt eine Angabe veraltet oder stimmt eine Zahl nicht: schreib an info@mein-ernaehrungsberater.com. Nenne dabei die Adresse des Beitrags und die Stelle, um die es geht, dann geht die Prüfung schneller. Wir sehen uns jede Meldung an, korrigieren, was zu korrigieren ist, und melden uns bei dir zurück.

Betreiber der Plattform ist die Collective Brain GmbH, Kattrepelsbrücke 1, 20095 Hamburg, Geschäftsführer Florian Wessling, HRB 155658 Amtsgericht Hamburg, Telefon +49 40 4689 6768 0. Alle weiteren Angaben stehen im Impressum.